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Nur etwas mehr als zwei Jahre nach seinem Vorgänger als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Saarland, Prof. Dr. Hubert Rohde, ist sein Nachfolger an der Spitze des Verbandes Prof. Dr. Klaus Schimrigk im Alter von 91 Jahren gestorben.

Er gehörte dem Landesverband seit der Gründung 1981 an und führte ihn von 2000 bis 2011.

Der amtierende Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Stefan Jung würdigte wie zuletzt aus Anlass des 90. Geburtstags von Prof. Schirmrigk im Sommer 2020 sein über 40jähriges ehrenamtliches Engagement für die an Multiple Sklerose Erkrankten und den Landesverband. So habe er Ende der 1990er Jahre in Zusammenarbeit mit

Dr. Michael Gawlitza, inzwischen stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes, mit Therapeutinnen und Therapeuten der Logopädie, Ergotherapie und der Krankengymnastik das Patiententagebuch zur besseren Dokumentation der Schübe und episodischen Symptome der MS eingeführt. Als Vorsitzender förderte er die weitere Entwicklung von VIWIH und warb mit großem Einsatz für ein tiefergehendes Verständnis der Ärztinnen und Ärzte für die vielfältigen Besonderheiten der MS und einen direkten Erfahrungsaustausch des medizinischen Nachwuchses mit den MS-Betroffenen in den Selbsthilfegruppen.

Während seiner Amtszeit wurde das Angebot für selbstbestimmtes Wohnen in der Preußenstraße Saarbrücken 2005 durch eine Wohngemeinschaft im Haus der DMSG in der Lessingstraße, ebenfalls in Saarbrücken, erweitert. Aus dem ehemaligen Pflegeheim im Haus Nr. 7 wurde nach entsprechendem Umbau 2010 (maßgeblich vom  damaligen Geschäftsführer Herbert Temmes initiiert) die heutige Beratungs- und Geschäftsstelle. Sie wurde im September letzten Jahres in Würdigung der Verdienste des Gründers und Ehrenvorsitzenden auf „Hubert Rohde-Haus“ getauft.
Besonders hervorzuheben in Prof. Schimrigks Amtszeit ist zudem die Gründung des Fachdienstes selbstbestimmtes Wohnen (2007), der die Unterstützung von MS-Betroffenen oder Mitgliedern durch sozialpädagogische Hilfen komplettiert. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand des Landesverbandes, war er aus seinem langjährigen Wohnort Zweibrücken zu seinem Sohn nach Bochum umgezogen, blieb dem Landesverband aber eng verbunden und erkundigte sich regelmäßig nach dessen Entwicklung. Im November 2021 ist er im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen ist. 

Der in Überlingen am Bodensee gebürtige Klaus Schirmrigk kam als Neurologe bereits früh und intensiv mit der Multiplen Sklerose in Kontakt, als er in Vertretung seines Vaters in dessen Neurologischer Praxis im Raum Dortmund viele Hausbesuche bei MS-Patienten machte. In diesen Langzeitbetreuungen sammelte er wertvolle Erfahrungen über den besonderen Verlauf der Krankheit, die während seiner universitätsklinischen Tätigkeit, zunächst in Hamburg, dann in Würzburg neben den Muskelerkrankungen einen Schwerpunkt seiner Arbeit darstellte. Entsprechend baute er, nachdem er 1978 zum Ordinarius und Direktor der Neurologischen Universitätsklinik in Homburg/Saar berufen worden war, dort neben einem Forschungsinstitut für Muskelkrankheiten eine große Spezialambulanz für Multiple Sklerose auf und verbesserte so die Versorgungssituation für die Patientinnen und Patienten.

Der Wunsch, Prof. Schirmrigk nach seinem 90. Geburtstag noch einmal im Kreis seiner ehemaligen Vorstandskolleginnen und -kollegen wiederzusehen, ging leider nicht in Erfüllung. Sein Name wird gleichwohl mit der positiven Entwicklung des Verbandes auf immer verbunden bleiben.

Rolf Dieter Ganz für den Vorstand des DMSG Landesverbandes Saarland e.V.

 


 

Selbsthilfegruppen der DMSG im Saarland


Zu den hauptamtlichen Angeboten sind die ehrenamtlichen Leistungen im Verband eine elementare und zentrale Größe.

Der Landesverband hat aktuell 14 Selbsthilfegruppen, und vier Themengruppen, die durch ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter mit großem Engagement betreut werden. Die Selbsthilfegruppen sind der Kern einer Selbsthilfeorganisation. Sie sind für MS-Betroffene ein wichtiges Angebot und bieten die Möglichkeit, Anliegen vorzubringen. Im Lauf bieten der Zeit kann eine Selbsthilfegruppe durch den Aufbau persönlicher Vetrauensverhältnisse ein möglicher stabilisierender Faktor in der Bewältigung der Erkrankung darstellen.

Aktuell gibt es zwei Selbsthilfegruppen, Step by Step und Stock ‘n Roll, welche digitale Treffen anbieten, zu denen sich auch interessierte Nicht-Gruppenmitglieder melden dürfen. Erreichbarkeit: Siehe Schaubild Januar und/oder Kontaktaufnahme zur Geschäftsstelle.

zu den Selbsthilfegruppen


Im Hintergrund sehen Sie das "Kurzvideo" der Klettergruppe!


Wichtiger Hinweis!
Bitte beachten Sie, dass die Gruppentreffen aufgrund der Kontaktsperre durch die Coronapandemie möglicherweise an anderen Orten stattfinden.
Wir empfehlen deshalb vorab Kontakt zu den Gruppenleitern oder der Geschäftsstelle aufzunehmen.

 

 

 

 

 

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